Martial Arts als Ökonomien der Gewalt und ethisches Lernfeld
In beiden Körpertechnologien [Capoeiras und Mixed Martial Arts] wird »Gewalt« stilisiert und ästhetisiert. Die Martial Arts erscheinen so als Laboratorien, in denen schädigende Intentionen synthetisiert und über den Prozess der Ästhetisierung in Stilen zugänglich und handhabbar gemacht werden. Der Zivilisationsprozess befriedigt insofern die Neugier an »Gewalt« auf verschiedenen Eben durch ihre Codierung im Rahmen des sozial Möglichen mit dem körperlich Machbaren. Je weiter die Ästhetisierung von Gewalt ausgeprägt und der eigentlichen schädigenden, schmerzlichen Erfahrung enthoben wird, desto massentauglicher und damit wirtschaftlich verwertbar ist sie auch. ( Citation: Köhler 2017, S. 109f. Köhler, C. (2017). Ökonomie Der Gewalt Und Ethisches Lernfeld - Feldbericht Zur »Gewalt« in Den Capoeiras Und Mixed Martial Arts. InKörner, S. & Istas, L. (Eds.), Martial arts and society. Zur gesellschaftlichen bedeutung von kampfkunst, kampfsport und selbstverteidigung. (pp. 101–110). Feldhaus. Editino Czwalina. )
Autor : Christian Köhler
Jahr : 2017
Titel : »Martial Arts als Ökonomien der Gewalt und ethisches Lernfeld - Feldbericht zur 'Gewalt' in den Capoeiras und Mixed Martial Arts«
Seiten : 101-110
In:
Herausgeber : Swen Körner und Leo Istas
Verlag : Feldhaus.
Edition : Czwalina
Stadt : Köln
Verlag : Tectum/Nomos
ISBN : 978-2-88020-657-1
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Zitierte Literatur
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- Köhler, C. (2017). Ökonomie Der Gewalt Und Ethisches Lernfeld - Feldbericht Zur »Gewalt« in Den Capoeiras Und Mixed Martial Arts. InKörner, S. & Istas, L. (Eds.), Martial arts and society. Zur gesellschaftlichen bedeutung von kampfkunst, kampfsport und selbstverteidigung. (pp. 101–110). Feldhaus. Editino Czwalina.